Dossier
- Dossier Nr.: 8
- Datum: 02.08.2025
Zukunft - wie gelangt man dahin? Zukunfstforschung und ihre Methoden
Wir müssen uns die Zukunft erzählen - um sie gestalten zu können
Die Zukunftsforschung versteht Zukunft nicht als festen Verlauf, sondern als Raum möglicher Entwicklungen, der sich erst öffnet, wenn wir beginnen, ihn zu beschreiben. Zukunft wird gestaltbar, sobald wir sie erzählbar machen – sobald wir eine Sprache dafür finden, was sein könnte.
Der österreichische Zukunftsforscher Klaus Kofler spricht in diesem Zusammenhang vom verbreiteten „Verlustdenken“, dem Festhalten am Vertrauten. Doch, so betont er, wir stehen an einer Schwelle, an der bloßes Bewahren keine Antwort mehr ist.
Klaus Benedikter, UNESCO Lehrstuhlinhaber für Interdisziplinäre Antizipation und Global-Lokale Transformation, stellt Fragen zum Thema Transhumanismus und ob wir es den Tech-Giganten oder Regierungen überlassen wollen, ob und wie wir mit Maschinen verschmelzen wollen.
Julia Grillmayr forscht interdisziplinär und zeigt, dass Science Fiction, also Erzählungen von der Zukunft, Werkzeuge zur Gestaltung dieser sein können. Österreich ist ein Land, mit vielen renommierten Zukunftsforscher*innen, die Wege aufzeigen, wie wir Zukunft nicht erleiden müssen sondern gestalten können. Zukunftsforschung lädt dazu ein, neue Zukunftsbilder zu formulieren – nicht als naive Wunschprojektionen, sondern als Ausgangspunkte strategischen Handelns. Indem wir mögliche Zukünfte erzählen, werden sie prüfbar, diskutierbar und schließlich gestaltbar. Die Offenheit der Zukunft wird so nicht nur zur Herausforderung, sondern zur Ressource: ein Gedankenspiel, das Handlungsspielräume schafft.
Zukunft träumen um sie gestalten zu können - Bild: [KI-generiert] © faktenstrom.at
faktenstrom | Dossier Nr.: 8
Mensch oder Maschine: Roland Benedikters Analyse des transhumanistischen Zeitalters
Europa diskutiert über KI-Ethik, während Tech-Konzerne längst die Verschmelzung von Mensch und Maschine anstreben. Zukunftsforscher Prof. Dr. Dr. Dr. Roland Benedikter warnte früh vor den Folgen des Transhumanismus. Seine Kernthese: Europa braucht eine eigene humanistische Antwort darauf, wie – oder ob – wir mit Technologie verschmelzen wollen.
Zukunftsforschung Österreich – ein zu wenig genutztes Gestaltungs-Potential?
Zukunftsforschung in Österreich: Von Robert Jungks Erbe zur Gestaltung von morgen.
Die Zukunft ist keine Fortsetzung der Gegenwart mit anderen Mitteln. In einer Welt im Umbruch braucht es den Mut, radikal neu zu denken. Österreichs Zukunftsforscher*innen zeigen: Wir haben die Werkzeuge, um Transformation nicht nur zu beschreiben, sondern zu gestalten – wenn wir sie nutzen.