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Konfliktlinie im Alpenverein

Brennende Windräder, ausgelaufenes Öl oder von Rotorblättern getötete Tiere: Das ist ein Bild, das einige Alpenvereinsvertreter in Vorträgen über die Windkraft zeichnen.


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Konfliktlinie im Alpenverein

Auf der einen Seite stehen Funktionäre, die seit Jahren potenzielle Gefahren, die von Windrädern ausgehen könnten, in Vorträgen präsentieren. Vor allem an den Inhalten von Herbert Jungwirth vom oberösterreichischen Alpenverein stoßen sich viele Mitglieder. Seit mehr als zwölf Jahren präsentiert er Ansichten, weshalb Windräder keinen Platz haben sollten – auf Bergen nicht, aber auch im Alpenvorland würden sie den Horizont „zersprageln“.


Titelbild
Quelle: [KI] Bildgenerierung © faktenstrom.at

Mitglieder des Alpenvereins

Energiewende muss beide Anforderungen erfüllen

Einen engen Kontakt zum Alpenverein pflegt Gebi Mair. Als Landessprecher der Tiroler Grünen, aber auch als Ausbildungsleiter der Bergrettung Innsbruck. Von emotionalen Vorträgen über Schäden, die Windräder potenziell verursachen könnten, hält er nichts. Stattdessen brauche es eine ordentliche, transparent erarbeitete Raumplanung. „Momentan gibt es vonseiten der Landesregierung eher die Tendenz, Windkraftanlagen weg von der Infrastruktur hinauf ins Hochgebirge zu drücken. Und dort gibt es dann natürlich Widerstand“, so der Tiroler Grünen-Chef. Wie also umgehen mit diesem Zielkonflikt zwischen Umwelt- und Klimaschutz?
„Die Energiewende muss beide Anforderungen erfüllen – sowohl Klimaschutz als auch Naturschutz. Und alle Projekte, die nicht beide Anforderungen erfüllen können, scheiden aus“, sagt Mair. Erneuerbare Energieprojekte in den Bergen könne man damit aber nicht pauschal ausschließen. „Wir haben ja durchaus auch schon große Photovoltaikanlagen in der Höhe installiert, am Pitztaler Gletscher zum Beispiel. Und wenn ich mit Menschen rede, in der Nähe von Skigebieten, da sind die wenigsten dagegen. Da haben wir ja schon Industrieanlagen im Hochgebirge“, meint Mair. Effektiver wären laut ihm aber Kompromisse unterhalb der Baumgrenze – ein Appell an die Energieunternehmen, auch dort Windparks zu entwickeln.
„Attraktive Windgegenden wären ja durchaus auch im Inntal, im Wipptal, im Tannheimer Tal, in Tal- oder Hanglagen. Vielleicht ist es nicht die attraktivste und größte Windkraftanlage, die man dann bauen kann“, so Mair.
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Mit den Bienenfreunden Foto: © Peter Maia

Windräder dann aber nicht mehr verstecken

Hinter einem Höhenrücken könnte man die Windräder dann aber nicht mehr verstecken. Sie wären vom Tal aus sichtbar. Alle Einwände wird man also nicht ausräumen können. Oder, wie es ein mittlerweile ausgetretenes Mitglied aus dem
Bundesland Salzburg in einem Mail vom
20. März 2022 formulierte: „Man kann nicht alles im Leben haben. Man muss Kompromisse schließen. Das sollte auch der Alpenverein bedenken.“

Windräder dann aber nicht mehr verstecken

Alle Einwände wird man also nicht ausräumen können. Oder, wie es ein mittlerweile ausgetretenes Mitglied aus dem Bundesland Salzburg in einem Mail vom 20.­ März 2022 formulierte: „Man kann nicht alles im Leben haben. Man muss Kompromisse schließen. Das sollte auch der Alpenverein bedenken.
  • Autor: Johanna Brandhauser
  • Datum: 27.07.2025

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Bildnachweise:

  • Bild oben rechts - Bürgermeister Ramharter © faktenstrom

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Johanna Brandhauser ist Autorin und Kommunikationsexpertin, die seit Jahren internationale Großkonzerne in ihrer Kommunikationsstrategie berät. Ausgebildet in Österreich hat sie weltweit gearbeitet und internationale Auszeichnungen erhalten. Für faktenstrom schreibt sie unter dem Heteronym Johanna Brandhauser Gastbeiträge im Bereich Gesellschaft und Kommunikation.